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K wie Kiosk-Kultur

Die gute, alte Kiosk-Kultur. An Plätzen des öffentlichen Lebens, in der Fußgängerzone und an Haltestellen, am Straßenrand und in Parks, sind sie zu finden: die kleinen Stände, an denen man Getränke, große wie kleine Snacks, Zeitungen, Tabakwaren, teils Fahrkarten, Präsente, manchmal sogar Schnittblumen kaufen kann.

Kiosk-Pflaster südöstliches Europa

Die Kiosk-Kultur säumte unsere europäische Route. Angefangen im südlichen Griechenland über den östlichen Teil Europas bis hinein ins Baltikum: Kiosks sind beinahe an jeder Straßenecke, alltägliche Anlaufstelle und somit eine feste Institution. Während in Athen der Kaffee-Mann mit seinem Wägelchen und der traditionellen Kaffeemaschine mobil durch die Gassen zieht, gibt’s in Kiew Kaffee-Kiosks, die das braune Elixier in verschiedenen Variationen und dazu noch Gebäck verkaufen. In Sofia sind wir an so manchem tiefergelegtem „Geschäft“ vorbei gelaufen: an Kellerfenstern, vor denen ein Hocker auf dem Gehweg steht. Hinter der kleinen Luke verbergen sich oft gut sortierte Lebensmittelgeschäfte, die Straßenverkauf betreiben.

Zwar sind Warenangebot und Erscheinungsbild der kleinen Häuschen, hinter denen sich oft ganze Boutiquen verbergen, von Land zu Land verschieden. Doch haben alle gemeinsam, dass sie nicht wegzudenken sind: weder vom Stadtbild noch vom alltäglichen Leben. Die Straßenstände im Südosten Europas haben eben ihre ganz eigene Nutzerkultur. Doch auch im Norden gehört es dazu, sich seine Zeitung an einer der kleinen Buden zu holen.

Kiosk-Hobbing in München

Von einem denkmalgeschützten Stand an der Wittelsbacherbrücke, das Obdachlosen Schutz bietet, bis hin zu Szenetreffs mit Gartenfeeling und Strandstühlen, von Glühwein bis Currywurst: auch im bayerischen München findet die Kiosk-Kultur auf ihre Art Verbreitung. Für jeglichen Geschmack und Bedarf, sogar für jedes Vergnügen findet sich ein Standl mit Charme – und das Sommer wie Winter! Eine schöne Alternative, wie ich finde, Kulturprogramm zu betreiben, die Stadt von einer anderen Warte aus zu entdecken, zusammen zu kommen und natürlich zu konsumieren.

Der Kioskforscher

Wann habt Ihr Euch zuletzt irgendetwas von einem Kiosk gekauft? Gummibären, Fahrkahrten oder vielleicht eine Zeitschrift? Welche „Blätter“ kann man dort eigentlich erstehen? Durch die Bekanntgabe der Nominierungen 2013 des Grimme Online Awards wurde ich auf den „Kioskforscher“ Markus Böhm aufmerksam. Der Journalist und Blogger stellt Magazine und andere Schmöker – ob neu oder alt – auf den Prüfstand. Mit persönlicher Note und fachlichem Hintergrund geht er dabei neben inhaltlichen und gestalterischen Aspekten auch Fragen nach, wie zum Beispiel ob ein Newcomer-Zeitschrift überhaupt eine Leser-Zielgruppe findet oder ein One-Hit-Wonder bleibt. Viel Spaß beim Schmökern und Entdecken im Kioskforscher-Blog.

 

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