Hokus Pokus Nachhaltigkeit

Der Nachhaltigkeitsbegriff ist in Mode gekommen und doch in Gefahr, dass ihn jetzt schon jeder satt hat. Denn nicht selten wird er zur reinen Image-Aufwertung benutzt, in Werbung und Unternehmertum wird Greenwashing damit betrieben.

 

Aber, worum geht’s dabei eigentlich?

Bildung für nachhaltige Entwicklung, nachhaltiges Wirtschaften, nachhaltiger Lebensstil etc. – Die Debatte um Nachhaltigkeit ist längst ins Rollen gekommen. Wir verstehen darunter soziales, ökonomisches und ökologisches miteinander in Einklang zu bringen. Und das im gesellschaftlichen Miteinander, im Er-Wirtschaften, im Bewusstsein für die Umwelt, für uns selbst und für nachfolgende Generationen. Birgit Heinold (Kommunikationsberaterin und Managing Consultant bei der internationalen PR-Agentur Text100) liefert in WECHSELKURS anregende Beiträge und griffige Praxisbeispiele rund ums Füreinander von Gesellschaft & Wirtschaft – ein vielseitiger Blog, den es lohnt zu verfolgen, der auch zur kritischen Auseinandersetzung ermutigt. Denn…

…WAS NACHHALTIGKEIT IST, das ist nach wie vor weit gefasst und wird höchst unterschiedlich interpretiert. Dagegen WAS NACHHALTIGKEIT NICHT IST und vor welche Herausforderungen und Schwierigkeiten er uns Otto-Normal-Verbraucher stellt, das ist schon einfacher zu beantworten.

 

Nachhaltigkeit ist wahrlich nicht einfach!

Es ist dagegen mühsam & zeitraubend vorm Supermarktregal zu stehen und Inhaltsstoffe auf Verpackungen zu vergleichen oder um herauszufinden, wo „das Zeug“ eigentlich herkommt. Und das nicht nur bei einem Lebensmittel… Es ist nervenaufreibend & frustrierend sich beim Gemüseanbau mit Schnecken, Schädlingen & Unkraut alle Art zu plagen und dabei zuzusehen, wie die Ernte hops geht. Was tun, wenn die Chemiekeule immer wunderbar gewirkt hat und die BIO-Variante nicht wirkt oder sich nicht finden lassen will? Einfach ist das nicht.

 

Nachhaltigkeit ist schon gleich gar nicht bequem!

Schaut: Vor unserer MOViEMENT-Exkursion will ich mir nochmal praktisches Handwerkszeug aneignen. Auf der Internationalen Sommeruni wurde ich doch glatt von Experten rund ums Filmemachen mit Fokus auf Nachhaltigkeit und Kultur in die Nähe von Hamburg eingeladen. Perfekt um sich nochmal vertieft mit der Materie vertraut zu machen. Da stell ich mir doch tatsächlich die Frage, ob ich mit dem Zug oder mit dem Auto fahre! Zug? Bequem ist das nicht. Müsste ich mich ja damit plagen, Arbeitsutensilien, Gepäck, Schlafsack & Co. mühevoll von Wagon zu Wagon, schließlich über Stadt und Land zu schleppen. Mein Gepäck ist viel, was nicht am Frau-Sein liegt, sondern viel mehr daran, dass ich direkt im Anschluss für einige Tage nach München fahre, um dort zu arbeiten. Dann wieder zurück in die Heimat. Uff.

Ja, man sucht Gründe, sich selbst gegenüber zu rechtfertigen. Vielleicht, weil die Seite des Radl-fahrenden Münchner Kindls in mir einfach mal wieder Lust auf Autofahren hat… Obwohl‘ in den Norden mit Öffentlichen sicher ein Spaziergang wird im Vergleich dazu, wenn wir uns im Nirgendwo Afrika‘s und irgendwo in Europa mit mindestens soviel Gepäck rumschlagen! Ganz brav werde ich mich nach diesem Blog-Post auf Bahn.de bewegen und gleichzeitig die Angebote der Mitfahrzentrale auscheckn.

 

Denn ihr wisst doch:

JEDER ist zum Aktivisten geboren!

Leave a Reply

Your email address will not be published.
Required fields are marked:*

*

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>